Auf der griechischen Insel Lesbos haben Flüchtlinge den Migrationsminister Jannis Muzalas mit Wasserflaschen beworfen, wie die griechische Zeitung Protothema berichtet. Danach ist es zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen.
Zuerst habe es, so der Zeitungsbericht, mündliche Angriffen auf den Migrationsminister Muzalas von Seiten der Flüchtlinge gegeben, in denen diese sich unzufrieden mit den Bedingungen in den Flüchtlingscamps und der möglichen Abschiebungen in die Türkei zeigten. Muzalas sei es nicht gelungen, die Spannung abzubauen. Als erste Wasserflaschen in seine Richtung geflogen seien, habe er sich zurückziehen müssen, schreibt Protothema.
#Greece: More images of ongoing protest over poor conditions, by refugees, at #Moria detention camp #Lesbos pic.twitter.com/edl3Rv1FUG
— ѕyndιcalιѕт (@syndicalisms) 26 апреля 2016 г.
Bereits am Morgen waren erste Unruhen auf der Insel Lesbos ausgebrochen, als den Flüchtlingen mitgeteilt worden war, dass über 400 Asylanträge abgelehnt worden seien. Die Proteststimmung verbreitete sich schnell in dem Camp, unzufriedene Flüchtlinge schürten offene Feuer und stellten Barrikaden auf. Die Polizei musste Pfefferstoff einsetzen, Beamte wurden mit Steinen beworfen.
The unrest in #Moria started in a section of the camp where mostly minors are kept: https://t.co/bSnWM9qVCS pic.twitter.com/cufHHKrZlP
— Ruptly (@Ruptly) 26 апреля 2016 г.