Syrische Armee setzt sowjetische „höllische Dreschmaschinen“ ein

 

Die syrische Armee setzt bei Kämpfen gegen die Terroristen alte sowjetische Technik ein, die von der Militärführung schon längst als überholt zur Lagerung in Depots verdammt wurde. In diesem Fall gehe es um ein auf einem Ketten-Fahrgestell montiertes Fla-System vom Typ ZSU-57-2, schreibt die Regierungszeitung «Rossijskaja Gaseta».
 

Systeme dieser Art waren in der Sowjetunion 1950 in Dienst gestellt worden. Einigen Angaben zufolge hatte Moskau insgesamt etwa 200 ZSU-Maschinen an Syrien geliefert, die aber in den 1990er Jahren ausgemustert wurden.

 

Zum System gehört eine automatische Doppellauf-Kanone vom Typ S-68 mit einem Kaliber von 57 Millimetern und einer Kadenz von bis zu 120 Schuss pro Minute pro Lauf. Die Schussweite beträgt vier Kilometer. Die Kanone kann auch gegen leichte gepanzerte Fahrzeuge sowie Panzer vom Typ T-55 und T-62 bekämpfen. Die Besatzung besteht aus sechs Mann.

 


 
Ein 520 PS starker Motor lässt die 28 Tonnen schwere Maschine bis zu 50 Stundenkilometer schnell fahren. Benzin reicht für etwa 400 Kilometer.
 

ZSU-57-2 wurden während des Vietnam-Krieges und während arabisch-israelischer Konflikte massiv eingesetzt. Im Libanon-Krieg kamen die Systeme zum Einsatz gegen Scharfschützen, die sich in den oberen Etagen von Hochhäusern der Hauptstadt Beirut verschanzt hatten.
 
Beim iranisch-irakischen Krieg wurden diese Kanonen hauptsächlich zur Vernichtung von Panzertechnik und Truppen eingesetzt. Gerade während dieses Krieges erhielt die Doppelkanone den Beinamen „Höllische Dreschmaschine“.

 

Russischen Medienberichten zufolge waren diese alten sowjetischen Fla-Systeme in Syrien zum ersten Mal vor ein paar Jahren gesichtet worden. Mehrere Militärexperten waren erstaunt über den Einsatz dieser Technik.

 
Übersetzung: Sputnik