Lawrow warnt vor „totalem Krieg“ gegen Damaskus

 

Laut Sergej Lawrow muss sämtlichen Berichten über die Anwendung chemischer Waffen in Syrien nachgegangen werden. Das Vorgehen der westlichen Staaten, bei dem nur das Regime verurteilt wird und die C-Waffen-Anwendung durch die Rebellen ignoriert wird, hält der russische Außenminister für falsch.

 

„Es gilt, nicht von einem totalen Krieg gegen das Regime zu reden, wie dies mein französischer Amtskollege tut, sondern davon, dass die von der Weltgemeinschaft kollektiv vereinbarten Herangehensweisen, die auf eine politische Regelung abzielen, umgesetzt werden müssen“, sagte Lawrow am Donnerstag. „Ich denke nicht, dass es im Interesse Frankreichs liegt, sich diesen  Herangehensweisen entgegenzustellen.“

 
Damit kommentierte der russische Spitzendiplomat die Forderung des französischen Außenministers Jean-Marc Ayrault, der UN-Sicherheitsrat solle in einer Resolution Damaskus verurteilen.

 

Lawrow kritisierte die ausbleibende Reaktion des Westens auf die Anwendung chemischer Waffen durch die Rebellen in Syrien.

 

„Die Experten der Uno und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) haben genau festgestellt, dass eine ganze Reihe oppositioneller Gruppen  chemische Waffen eingesetzt hat.“

Der Westensende ein falsches Signal,, indem er weder diesen Berichten nachkomme noch die Rebellen verurteile. Er gehe davon aus, dass im Kampf gegen das Regime alle Mittel recht seien. Auch die Berichte über die C-Waffen-Anwendung durch das Regime müssten überprüft werden, betonte Lawrow. Diese seien noch nicht hundertprozentig nachgewiesen.

 

„Wir machen uns dafür stark, dass sämtlichen Informationen, Berichten oder Verdachtsmomenten unverzüglich nachgegangen werden muss.“

Quelle: Sputnik