WikiLeaks veröffentlicht Dateien aus dem Jemen — Kriegsfinanzierung durch Clinton und Kerry

Vor wenigen Stunden veröffentlichte WikiLeaks wieder offizielle Dokumente der Vereinigten Staaten — die Jemen Files. Eine Sammlung von mehr als 500 Dokumenten aus der US-Botschaft in der Hauptstadt Sanaa.

 

Lange Zeit veröffentlichte WikiLeaks E-Mails um Hillary Clinton — News Front berichtete. Die neue Sammlung auf den Servern drehen sich auch um Hillary Clinton, aber auch um John Kerry. Diese waren in der Obama-Ära die Außenminister der USA gewesen. Bei der neuen Sammlung handelt es sich um 300 E-Mails und 200 PDF-Dokumente, die unter anderem belegen sollen, dass die USA den Jemen-Krieg unterstützt haben. Seit 2015 wird der Staat südlich von Saudi-Arabien massiv bombardiert und der Westen profitiert vor allem von den Waffenlieferungen.

Es wurde bereits durch The Intercept enthüllt, dass die Waffenlieferungen an die Saudis ein Bombengeschäft für die USA sind. Die neuen Dokumente zeigen Belege dafür auf, dass die USA ein doppeltes Spiel spielen, indem sie die jemenitischen Streitkräfte vor dem Krieg aufgebaut haben. Das alles erinnert ein wenig an den Irak-Krieg in den 1980er Jahren, als die USA sowohl den Iran als auch den Irak mit Waffen belieferten.

 

Die US-Botschaft ist laut der Pressemeldung von WikiLeaks seit Februar 2015 geschlossen. Zwei Monate später eskalierte der Krieg, der über 3,15 Millionen Menschen in die Flucht zwang und über 10000 Menschen bereits das Leben gekostet hat. Über den Krieg im Jemen wird sowohl auf englisch als auch in deutscher Sprache wenig geschrieben.