Am Samstagabend ist in Istanbul ein Doppelanschlag verübt worden. Die erste Explosion ereignete sich in der Nähe des Stadions „Vodafone Arena“ im Bezirk Beşiktaş. Anderthalbstunden vorher hatte dort das Spiel zwischen den türkischen Fußballklubs „Beşiktaş“ und „Bursaspor“ geendet. Der Sprengsatz ging in die Luft, als ein Bus mit Sicherheitsbeamten gerade vorbeifuhr. Auf die erste Attacke folgte ein Selbstmordanschlag.
Der Doppelangriff forderte insgesamt 38 Menschen zum Opfer. 30 von ihnen waren Polizisten, berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ unter Berufung auf den türkischen Innenminister Süleyman Soylu. 166 Personen wurden verletzt. Die türkischen Behörden ordneten nach der Tragödie landesweit einen Tag Trauer an. Der türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım versicherte, dass die Untat nicht ohne Folgen bleiben würde. Man habe bereits 13 Verdächtige in Gewahrsam genommen. Der türkische Vizepremierminister Numan Kurtulmuş schloss nicht aus, dass hinter der Attacke die verbotene «Arbeiterpartei Kurdistans» (PKK) stecken könnte.
Quelle: RT