Nachdem die amerikanische Zeitung New York Times den Bericht der US-Geheimdienste gegen Russland veröffentlichte, reagierte Abby Martin verärgert. Martin ist inzwischen Moderatorin von Tele Sur und bekräftigt, dass sie RT nicht wegen angeblicher Propaganda verlassen hatte, nachdem sie zu dem lateinamerikanischen Portal wechselte. Auch WikiLeaks veröffentlichte weitere Statements und weist auf FBI-Untersuchungen hin.
Bereits am 6 Januar antwortete Martin auf die haltlosen Behauptungen der US-Dienste auf dem Portal Media Roots, das die Journalistin betreibt. Mit ihrer Sendung «Breaking the Set» wurde die investigative Journalistin aus den USA weltweit — vor allem im alternativen Medienspektrum — bekannt.
My response to @nytimes for exploiting my RT work & printing falsehoods to support unfounded US intelligence claims https://t.co/X5usoRHr9S
— Abby Martin (@AbbyMartin) 8. Januar 2017
Ein Bericht behauptete sogar, dass die Show auf RT «Breaking the Set» Schuld an Clintons Niederlage gewesen sei, wie Martin weiter twittert.
Abby Martin on ODNI report accusing her of promoting «radical discontent» @AbbyMartin
Full clip: https://t.co/xwmNz5jEFT@anyaparampilpic.twitter.com/6cAbbgzVPZ
— RT America (@RT_America) 9. Januar 2017
John Podesta war der Leiter des Wahlkampfteams von Hillary Clinton. Diese Mails wurden in täglichen Tranchen bis kurz nach der Wahl veröffentlicht. Zuvor wurden die DNC-Leaks veröffentlicht, wo beispielsweise eine Verbindung zwischen Clinton und Lafarge, einem französischen Baustoff-Riesen, der Verbindungen zu ISIS haben soll. Die erste Serie zu Beginn des Jahres validierte, dass Clinton Gaddafi stürzen wollte und Vorschläge für Reformen im Maghreb-Staat ignorierte.
John Podesta Exposed: Here’s Why U.S. Intelligence Hates Abby Martin:https://t.co/L0sGGl6RfK
— WeAreChange NYC (@WeAreChangeNYC) 9. Januar 2017
Auch auf dem neuen Format auf TeleSur befasste sich Abby Martin mit den WikiLeaks-Enthüllungen im Hinblick auf die Podesta-Emails, welche das Transparenz-Portal im vergangenen Oktober begann zu veröffentlichen. Hier wurden brisante Details bekannt , nachdem bereits zuvor zwei andere Serien von Clinton Mails veröffentlicht wurde.
LIVE WikiLeaks press conf responding to CIA report on US election. Tweet your question with #AskWL affixed! https://t.co/F7HX96WgLk
— WikiLeaks (@wikileaks) 9. Januar 2017
Auch WikiLeaks antwortete auf die Anschuldigungen des CIA über die US-Wahlen und veröffentlichte auf Persicoope-TV eine Pressekonferenz, wie man hier oben nachschauen kann. In Kolumbien wurde dieses Graffiti von WikiLeaks-Begründer Julian Assange gemacht.
Street art in Bogota, Colombia: «Where is freedom of expression? Free Julian #Assange!» pic.twitter.com/K9V7wNZXvc
— WikiLeaks (@wikileaks) 24. September 2013
Über neue veröffentlichte Berichte des US-Justiznachrichendienstes FBI wies WikiLeaks ebenfalls hin. Nachdem bekannt wurde, dass der Inlandsnachrichtendienst gegen Clinton ermittelte, schmolz der Vorsprung von Hillary Clinton regelrecht dahin. Das sogenannte #Pizzagate wurden besonders in den alternativen Medien skandiert.
FBI quietly releases new Hillary Clinton investigation documents (part 5) [as yet, no announcement] https://t.co/lmyWF5rA8H
— WikiLeaks (@wikileaks) 9. Januar 2017
Das FBI veröffentlicht ohne Ankündigung neue Dokumente im Hinblick auf die Ermittlungen gegen Hillary Clinton, schreibt der offizielle Twitter-Account von WikiLeaks und verweist auf diese Dokumente.
Kurz wurde Wahl bestätigte das FBI, dass man Ermittlungen gegen Clinton betreibe. Dies wurde wenig später wieder dementiert und dann wieder verkündet, dass man weiterhin Ermitteln werde. Insbesondere im Bezug auf die Clinton-Foundation soll geprüft werden, ob mögliche Gesetzesverletzungen begangen wurde.
Glenn Greenwald says we shouldn’t «just blindly and uncritically accept the claims of the intelligence community…» https://t.co/Cf406DG7Il
— Reliable Sources (@ReliableSources) 8. Januar 2017
Auch der investigative Journalist Glenn Greenwald äußerte sich über die Berichte, die er so nicht blind und ungeprüft übernehmen würde. Greenwald war als Journalist maßgeblich an der Veröffentlichungen des NSA-Mitarbeiters Edward Snowden beteiligt, die er mit WikiLeaks realisierte. Snowden lebt nun im Exil in Moskau und muß in den USA eine lange Haftstrafe fürchten.
Martin erhielt auf Facebook eine Menge zuspruch, wie man auf diesen Screenshots sehen kann.
Und auch auf Twitter macht man sich über die Propaganda-Vorwürfe gegen RT lustig.
Just look at all the Russian propoganda on RT? pic.twitter.com/QRCdnKpAVo
— Angielijka p (@angelijka8) 9. Januar 2017
«Schaut nur auf die ganze Russische Propaganda auf RT» , schreibt eine junge Lady, die als Info-Kriegerin auf Twitter fungiert und amusiert sich über die Vorwürfe gegen den russischen Auslandssender RT.