USA: Harley Davidson sagte Besuch von Präsident Donald Trump ab

Screenshot Deutsche Seite von Harley Davidson

Das Unternehmen Harley Davidson hat den für Donnerstag angesetzten Besuch des neuen US-Präsidenten Donald Trump in einer seiner Fabriken im US-Bundesstaat Milwaukee aus Angst vor möglichen Protesten abgesagt, wie der US-Fernsehsender CNN berichtet.

Laut CNN war Trumps Besuch gar nicht offiziell bekanntgegeben worden, nur Mitarbeiter aus dem Weißen Haus seien bereits in Milwaukee gewesen, um den Besuch vorzubereiten. Trump hätte dort ein Dekret für die US-amerikanische Industrie unterzeichnen sollen.

Stephanie Grisham, eine Pressesprecherin des Weißen Hauses, bestätigte gegenüber CNN, dass Trump nicht nach Milwaukee reisen werde. Am 31. Januar, so der Sender, hatte Harley Davidson außerdem in einer offiziellen Erklärung betont, dass ein Besuch Trumps in der der kommenden Woche weder „geplant ist“ noch „geplant war“.

 

„Wir sind stolz darauf, dass wir Präsidentenbesuche in unseren Einrichtungen ausgerichtet haben“, sagte die Bereichsleiterin für Unternehmenskommunikation bei Harley Davidson. Ihr zufolge waren bereits Ronald Reagan, George Bush und Bill Clinton zu Besuch. „Wir freuen uns, den Präsidenten (Donald Trump – Anm. d. Red.) in der Zukunft bei uns zu Gast haben“, fügte sie hinzu. Dem Unternehmen sei allerdings unbehaglich hinsichtlich der massiven Proteste, die seit der Unterzeichnung von Trumps Terrorschutz-Dekret das Land ergriffen.

 

 

Am Freitag hatte Trump sein Terrorschutz-Dekret unterzeichnet. Das Dokument verbietet die Einreise von Bürgern aus besonders gefährdeten Ländern in die USA für 90 Tage. Medien zufolge betrifft das insbesondere Bürger aus Syrien, Iran und Irak, Libyen, Somalia, Sudan und Jemen. Zudem stoppt es die Aufnahme von Flüchtlingen für 120 Tage und sieht einen unbefristeten Einreisestopp speziell für Geflüchtete aus Syrien vor.

Quelle: Sputnik