Die größte Anzahl von Fällen des Vandalismus an russischen Gedenkfriedhöfen wurde in den vergangenen zwei Jahren in Polen festgestellt, gab der Leiter der Abteilung für Verewigung des Gedenkens der bei Heimatverteidigung Gefallenen des russischen Verteidigungsministeriums, Wladimir Popow, bekannt.

Durchschnittlich sei diese Rate jedoch gesunken – von 50 Fällen im Jahr 2015 auf weniger als 30 im Jahre 2016. Davon passierten 21 in Polen, drei in in Ungarn, in Deutschland gar keine, bemerkte er.
Das polnische Institut für Nationales Gedenken (IPN) arbeitete im Jahr 2016 an einem landesweiten Projekt zum Abriss aller Denkmäler aus der sowjetischen Epoche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges als Zeichen der «Dankbarkeit an die Sowjetunion für die Befreiung Polens vom Faschismus» errichtet worden waren. IPN-Chef Łukasz Kamiński bezeichnete das Fortbestehen dieser Denkmäler nach 1990 als «verhängnisvollen Fehler» Polens. «Sowjetische Denkmäler symbolisieren die Herrschaft des kommunistischen Systems über Polen und müssen daher abgerissen werden», betonte IPN-Chef Kamiński gegenüber Journalisten.
Russisches Verteidigungsministerium: Russische Militärfriedhöfe in Polen 51 Mal geschändethttps://t.co/qsTaDdfDkY pic.twitter.com/f8J8ep57nA
— RT Deutsch (@RT_Deutsch) 28. Februar 2017