„Ein Land, das seine Eliten vertreibt, wird scheitern“, — Wirtschaftsrat bei der CDU

Der CDU-Wirtschaftsrat hat Politiker davor gewarnt, das Establishment und die Eliten in Deutschland durch stetige Kritik zu beschädigen. Die Bundesrepublik könnte sonst scheitern, sagte der Generalsekretär des Verbandes, Wolfgang Steiger, gegenüber der dpa, wie der digitale Informationsdienst Sputnik schreibt.

„Man muss sagen dürfen, wer die Leistungsträger sind und wer den Karren zieht“, sagte Steiger.

Wer Außergewöhnliches leiste, müsse auch außergewöhnlich bezahlt werden. Dies nutze dem Rest des Landes. Ein wirtschaftlicher Erfolg der sozialen Marktwirtschaft sei notwendig, damit die hohen Sozialleistungen für wirklich Bedürftige bezahlt werden könnten.
Laut ihm werden viele Unternehmer in Deutschland negativ betrachtet.

„Fakt ist, dass sich viele Leistungsträger, ja ich sage auch ganz bewusst,Eliten unseres Landesʻ, angesichts der aufgestachelten Neid-Stimmung die Frage stellen: Wollen wir noch da bleiben?“, so Steiger.

Er verwies darauf, dass andere Länder den Unternehmern bessere Bedingungen anbieten würden.

„Es hat keinen Nutzen, das Establishment und die Elite zu beschädigen. Ein Land, das seine Eliten vertreibt, wird scheitern“, meint der Generalsekretär.

Steiger ist der Auffassung, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel im Wahlkampf konkret werden und zur Zukunft Deutschlands „eine positive Geschichte“ erzählen müsse. „Vor dem Hintergrund unserer Erfolge als Exportweltmeister können wir doch auch Stolz vermitteln“, unterstrich er.

Laut ihm müssen die Mittelschicht sowie die Leistungsträger über Steuererleichterungen verfügen: Ein Volumen von 30 Milliarden solle im Rahmen einer Steuerreform zurückgegeben werden. Laut Steuerschätzung könnten dann die Steuereinnahmen um etwa 140 Milliarden Euro von 2016 bis 2021 wachsen. Damit solle es genug Geld für eine höhere Tilgung von Schulden und Investitionen in die Infrastruktur geben. Schließlich sagte Steiger, dass Geld in der Hand der Bürger immer besser als in der staatlichen Hand aufgehoben sei. „Dem fällt gerade in solchen Zeiten voller Kassen sonst zu viel Unsinn ein“, gab er an. Das Geld komme durch die Bürger in den Kreislauf: „Die Menschen renovieren ihre eigenen vier Wände, gehen ins Restaurant, fahren Taxi, investieren in Neuanschaffungen.“