Panzerschlachten legen Libyens Hauptstadt Tripolis lahm

In der libyschen Hauptstadt Tripolis ist es am Dienstag erneut zu Straßenkämpfen zwischen bewaffneten Gruppen gekommen. Lokalen Medienberichten zufolge sind Panzer im Einsatz.

Die Gefechte legten die Stadt lahm: Sämtliche Staatseinrichtungen stellten ihre Arbeit ein, die Schulen wurden bis auf weiteres geschlossen.

Auslöser der Unruhen waren Kidnapping und Raubüberfälle, die vermutlich durch bewaffnete Anhänger des selbsternannten Ministerpräsidenten Chalifa al-Ghweil begangen wurden. Ihnen stehen Gruppen des libyschen Staatsoberhauptes Fayiz as-Sarradsch gegenüber.

In Libyen herrscht seit dem Umsturz von 2011, bei dem die Nato eine große Rolle gespielt hat, blutiges Chaos. 2015 machte der damalige libysche Regierungschef Abdullah al-Thani die westlichen Staaten für die tiefe Krise in seinem Land verantwortlich und appellierte an Russland um Hilfe.

Quelle: Sputnik Deutschland