St. Pölten : Islamischer Gebetsraum in Klinik für Rekrutierung von IS-Kämpfern genutzt

Der islamische Gebetsraum in der Universitätsklinik im österreichischen St. Pölten ist für die Radikalisierung und Anwerbung von IS*-Terroristen missbraucht worden. Das haben Ermittler des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung festgestellt, meldet Kurier.
 

Die Polizei hat dort sechs Menschen wegen Terrorverdachts gefasst, fünf von ihnen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.


Die Männer sollen sich dreimal pro Woche im Gebetsraum des Spitals getroffen haben, um dessen Besucher in die Terrormiliz „Islamischer Staat“ zu rekrutieren. Dank dem Hinweis eines Informanten wurde auch bekannt, dass einer von ihnen geplant habe, ein Waffengeschäft zu überfallen. Die Festgenommenen sollen sich in einem WhatsApp-Chat namens «Islam1438m.h.» unterhalten haben, wo sie unter anderem Bilder von Taten der Terrormiliz ausgetauscht haben sollen.

* (Islamischer Staat, IS, ISIS, Daesh — eine in Russland verbotene Organisation)