BBC ist in Gefahr wegen Brexit-Berichterstattung

 

Mehr als 70 britische Parlamentsabgeordnete aus dem gesamten politischen Spektrum haben in einem Brief an den Generaldirektor von BBC, Lord Hall, geäußert, dass die Zukunft der Rundfunkanstalt aufgrund der Art, wie er über den Brexit berichte, in Gefahr sei.

 

BBC

 

„Der Brexit ist die wichtigste politische Herausforderung, vor der unser Land steht“, geht aus dem Brief der Abgeordneten hervor, den die britische Zeitung „The Telegraph“ in ihrer Onlineausgabe veröffentlichte.

 

Da die BBC eine nationale Rundfunkanstalt in Großbritannien sei, müsse sie über Ereignisse argumentativ und korrekt berichten, doch nach Auffassung der Abgeordneten wird sie seit dem Referendum zum EU-Austritt des Landes im Juni 2016 „den hohen Standards nicht gerecht“. Die Anstalt könne daher das Vertrauen der Bevölkerung und der Regierung des Landes verlieren, wenn sie weiterhin versuche, es den Gegnern des EU-Austritts recht zu machen.

 

Die Abgeordneten warfen BBC vor, „positive“ Nachrichten über den wirtschaftlichen Aspekt des Brexit zu verzerren und Großbritannien als „xenophobes Land, das die Entscheidung zum EU-Austritt des Landes bedauert“, darzustellen.

 

Das untergrabe nicht nur die Bemühungen der britischen Regierung, sondern lasse das Land international in einem schlechten Licht erscheinen, schreiben die Abgeordneten. Sie hoffen, dass der Sender seine Fehler so schnell wie möglich behebe.

 

Wie zuvor berichtet worden war, will die britische Regierung am 29. März auf Grundlage von Artikel 50 der Lissabonner Verträge formal den Ausstieg ihres Landes aus der Europäischen Union beantragen. Sobald der Antrag eingereicht ist, haben Brüssel und London genau zwei Jahre Zeit, die Bedingungen für den Ausstieg Großbritanniens aus der EU zu verhandeln.

 

Quelle: Sputnik