Die Anhörungen zu einer angeblichen Einmischung Russlands in die US-Präsidentenwahl tragen nicht zur konstruktiven Entwicklung der Beziehungen zwischen Moskau und Washington bei, sagte der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, am Dienstag. Ihm zufolge haben sich die Anhörungsmitglieder in der Situation verheddert.
„Man kann sie (die Anhörungen vor dem US-Kongress – Anm. d. Red.) sicher kaum als einen konstruktiven Beitrag zu den bilateralen Beziehungen betrachten“, so Peskow. Dabei betonte er, in Moskau sei man „müde, das Gleiche zu kommentieren“.
Laut Peskow haben sich die Anhörungsmitglieder bereits in der Situation verfangen.
„Sie versuchen, irgendwo eine Bestätigung ihrer Schlussfolgerungen zu finden. Es gelingt ihnen nicht, irgendwelche Beweise oder Bestätigungen zu finden, und sie gehen jedes Mal in die zweite Runde“, erläuterte er.
Der US-Geheimdienst NSA und die US-Bundespolizei FBI haben am Montag in einer Kongress-Anhörung mitgeteilt, keine Beweise dafür gefunden zu haben, dass russische Geheimdienste die US-Präsidentschaftswahl manipulierten. Die Anhörungen und Ermittlungen laufen indes jedoch weiter.
Am Sonntag wurde berichtet, dass dem US-Kongress für eine Verschwörung des US-Präsidenten Donald Trump mit Russland keine Beweise vorlagen. Das bestätigte auch der Chef des Ermittlungsausschusses des Repräsentantenhauses, Devin Nunes, in einem Interview mit dem Sender Fox News.
„Es gibt keine Beweise für eine Verschwörung“, so Nunes.
Moskau hatte wiederholt jegliche Vorwürfe der US-Geheimdienste für eine Einmischung in die amerikanische Präsidentenwahl zurückgewiesen und diese als gegenstandslos bezeichnet.
Quelle: Sputnik