Die ukrainischen Reiseveranstalter haben extra für Abenteurer aus China Touristenrouten in die Sperrzone von Tschernobyl ausgearbeitet. Sie organisierten spezielle Besichtigungsfahrten per Flugzeug und Hubschrauber um das havarierte AKW Tschernobyl, schreibt die Pekinger Zeitung Global Times unter Berufung auf den Leiter des Reiseunternehmens, Sergii Mirnyi.
Den Organisatoren zufolge seien solche Stadtführungen absolut ungefährlich für Touristen, wenn sie sich dabei an bestimmte Regeln halten.
Die Sperrzone von Tschernobyl samt der Geisterstadt Prypjat, die ihr Zentrum bildet, lockt als morbides Reiseziel immer mehr Strahlungsjäger an. Am 31. Dezember 2016 hatte die ukrainische Polizei vier Stadterkunder festgenommen, die Silvester in einem verwahrlosten Haus in der Sperrzone um das AKW Tschernobyl verbringen wollten. Die Gruppe wurde von einer Polizeistreife entdeckt. Bei den geschnappten „Urbexern“ handelte es sich um drei Männer und eine Frau. Die jungen Leute im Alter zwischen 23 und 30 Jahren waren in das radioaktiv verseuchte Gebiet unter Umgehung der Checkpoints gelangt.
#Kiew ködert chinesische Touristen mit Ausflügen nach #Tschernobylhttps://t.co/eITTkHIT3u pic.twitter.com/YuawICdN2J
— RT Deutsch (@RT_Deutsch) 21. März 2017