„Einen Krim-Sekt darauf, dass Macron aufhört zu lügen“ – Sputnik- und RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan

 

Emmanuel Macron erhob gegen die beiden staatlichen Portal RT und Sputnik aus Russland schwere Anschuldigungen, die nun die Chefin Margarita Simonjan entschieden zurückgewiesen hat. Bei dem treffen zwischen Macron und dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin wurde dieses Thema allerdings nicht angesprochen.

 

 

„Ein Glas Krim-Wein darauf, dass der frischgebackene französische Präsident aufhört, über RT und Sputnik zu lügen“, schrieb Simonjan via Twitter. „Das ist ja ein billiges Vaudeville in der Aufführung des französischen Präsidenten“, so Simonjan weiter. Nach Macrons Logik müsse man dann aus Russland überhaupt alle westlichen Medien ausweisen, denn absolut alle westlichen Medien seien immer gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin und agierten stets für die russische Opposition. Damit versuchten sie ja zweifelsohne sich in unsere Wahlen einzumischen, fügte Simonjan laut dem digitalen Informationsdienst Sputnik hinzu.

Bereit nach dem ersten Wahlgang wurden Korrespondenten beider Portale nicht auf die Pressekonferenz von Macron hineingelassen, was vor wenigen Wochen noch für Empörung sorgte. Während des Wahlkampfes in Frankreich hatte Macrons Stab den beiden russischen Medien vorgeworfen, sie hätten über Offshore-Konten des damaligen Kandidaten auf den Bahamas berichtet, wie Sputnik anmerkte.

Gleichwohl zeigte sich Macron zwischen beiden Wahlgängen kooperativ, wenngleich dieser auch anmerkte, dass er für seinen Wahlkampf Russland „nichts schulde“, wobei er auf seine Konkurrentin Marine Le Pen verwies. Bei gemeinsamen Verhandlungen am Montag in Versailles sollen Wladimir Putin und Emmanuel Macron die angebliche Einmischung Moskaus in die Wahlen anderer Länder nicht erörtert haben. Putin betonte, es gebe kein solches Thema zum Besprechen, schreibt Sputnik am Ende. Im Parlament der Europäischen Union wurde eine Resolution zu Lasten beider Portale vor gut einem halben Jahr verabschiedet, die zu weiteren Maßnahmen gegen diese beiden Medienportale einladen.

 

Quelle: Mars von Padua

 

 

 

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