Russlands Chemiewaffen-Vorräte um 98,9 Prozent geschrumpft

 

Mehr als 40.000 Tonnen Chemiewaffen hat Russland von der Sowjetunion geerbt. In den vergangenen 15 Jahren wurde das weltweit größte Arsenal bereits zu 98,9 Prozent vernichtet. Der Rest soll noch in diesem Jahr und damit früher als geplant entsorgt werden.

Russland habe 98,9 Prozent seiner Chemiewaffen (C-Waffen) vernichtet, berichtete das Föderale Amt für die C-Waffenversorgung am Montag. In der vergangenen Woche seien die letzten Senfgas-Vorräte entsorgt worden. Bei den verbleibenden 1,1 Prozent handle es sich um mit dem Nervengift VX bestückte Artilleriegeschosse. Diese sollen bis Jahresende in der Entsorgungsanlage Kisner in Udmurtien (an der Wolga) vernichtet werden.
Russland trat 1997 der Internationalen Chemiewaffenkonvention bei, welche Herstellung, Besitz, Weitergabe und Einsatz chemischer Waffen verbietet. Zu dem Zeitpunkt verfügte das Land mit 40.000 Tonnen über die größten C-Waffen-Vorräte der Welt. Die Entsorgung begann 2002 und hätte bis Ende 2018 dauern sollen.

Derzeit sind nur noch Ägypten, Israel, Nordkorea und Süd-Sudan der Chemiewaffenkonvention nicht beigetreten.

 

Quelle: Sputnik

 

 

 

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