Ankara. Ein pikanter Schritt: der türkische Präsident Erdogan hat erklärt, daß die Verhandlungen mit Rußland über die Lieferung russischer S-400-Flugabwehrsysteme abgeschlossen und die diesbezüglichen Dokumente jetzt unterzeichnet seien. Erdogan präzisierte in Ankara: „Hoffentlich sehen wir S-400 in unserem Land. Und wir werden ihre gemeinsame Herstellung einleiten.“
Das S-400-System gilt in westlichen Militärkreisen als extrem leistungsfähig. Es ist mit einer Reichweite von bis zu 400 Kilometern gegen alle Typen von Flugzeugen über Drohnen bis zu Marschflugkörpern wirksam und kann auch taktische Raketen abfangen. Auch Tarnkappenflugzeuge können erkannt und bekämpft werden. Jedes System kann gleichzeitig 36 Ziele in bis zu 27 Kilometern Höhe mit insgesamt 72 Raketen bekämpfen.
Bislang hat Rußland einen Liefervertrag für die S-400-Systeme nur mit China abgeschlossen. Außerdem werden Verhandlungen mit Indien geführt. Pikant ist der S-400-Vertrag mit der Türkei auch deshalb, weil das Land noch immer NATO-Mitglied ist und mit der Beschaffung des russischen Systems aus der einheitlichen Luftverteidigung des Bündnisses ausschert.
Quelle: Zuerst