
Über 20.000 Menschen müssen nach dem Fund einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Koblenz am Samstag ihre Wohnungen verlassen. Das entspricht fast einem Fünftel der 113.000 Stadteinwohner. Wegen der Entschärfung soll ein Gebiet mit einem Radius von einem Kilometer evakuiert werden. Betroffen sind unter anderem ein Gefängnis und ein Krankenhaus.
Die amerikanische 500-Kilogramm-Fliegerbombe war am Montag bei Bauarbeiten für einen Kindergarten gefunden worden. Experten schlossen nicht aus, dass auf der Stelle noch mehr Sprengkörper liegen könnten. Sie sondierten die Gegend weiter.
Koblenz war im Jahr 1944 von den britischen Luftstreitkräften weitgehend zerstört worden. Das historische Zentrum lag in Schutt und Asche. Laut Schätzungen soll rund ein Zehntel der im Zweiten Weltkrieg über Deutschland abgeworfenen Bomben nicht explodiert sein.
Quelle: RT