
Ein Journalist der Washington Post fragte Thomas bei einem Panel des Aspen Security Forum zur weltweiten Rolle von US-Spezialeinheiten, ob US-Kräfte in Syrien verbleiben werden, nachdem der IS dort besiegt sei, etwa um kurdische Kräfte in Nordsyrien zu unterstützen.
Darauf erwiderte der Leiter des Kommandos für Spezialoperationen der Vereinigten Staaten:
Das ist eine schwierige Frage. Wir operieren in der souveränenArabischen Republik Syrien. Die Russen als ihre Unterstützer, haben bereits die Türken aus Syrien ausgeladen. Wir sind kurz davor, dass die Russen uns fragen: ‚Und warum seid Ihr noch in Syrien?‘.
Es wird schwer für uns in Hinblick auf das Völkerrecht, ich spreche jetzt insbesondere die Anwälte hier im Raum an, länger in Syrien zu bleiben. Wir sind dort lediglich auf der Basis unseres Anti-Terror-Mandats. Wir hatten alles Recht dort hin zu gehen. Aber wenn die Russen die Völkerrechtskarte spielen, dann sind wir in einer Situation, in der wir dort bleiben wollen, aber keine rechtliche Möglichkeit haben, dies zu tun.
Frage des Washington Post-Reporters und Antwort von Thomas ab Minute 51:54:
Kurz zuvor hatte der russische Außenminister Sergei Lawrow am 25. August die US-amerikanische Präsenz in Syrien als „illegitim“ bezeichnet und CIA-Direktor Mike Pompeo die „Ausübung von Doppelstandards“ vorgeworfen. Pompeo hatte in scharfen Worten die Anwesenheit russischer Streitkräfte in Syrien kritisiert.
In diesem Zusammenhang zitierte Lawrow auch zahlreiche Medienberichte, die übereinstimmend von zehn US-Basen allein in Syrien sprechen und verwies zudem auf die „Hunderten Militärbasen der Vereinigten Staaten in der ganzen Welt“.
Der syrische Präsident Bashar al-Assad bezeichnete in diesem Kontext alle ausländischen Truppen die uneingeladen in Syrien agieren als „Invasoren“, die lediglich den Konflikt verlängern würden. Russland hätte er hingegen offiziell eingeladen, an den gemeinsamen Anti-Terror-Operationen in seinem Land teilzunehmen.
Quelle: RT