Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der Begründer der Republik Türkei Mustafa Kemal Atatürk sind bei einem Nato-Manöver in Norwegen auf eine „Feindliste“ aufgenommen worden, berichtet die Zeitung „Hurriyet Daily News“. Die Türkei hat deswegen ihre Soldaten von dem Manöver abgezogen.
Über den Vorfall sprach Erdogan vor Provinzvorsitzenden seiner Partei AKP in Ankara.
„Sie haben eine Art Stand mit den Fotos der Feinde erstellt, und dort waren ich und Atatürk abgebildet“, sagte Erdogan.
Der Chef des türkischen Generalstabs habe alle 40 türkischen Soldaten, die an dem Manöver teilgenommen hätten, abgezogen, nachdem er davon erfahren hätte, so der türkische Präsident. Die Regierung habe diesen Schritt unterstützt.
Die Nato entschuldigte sich später bei Erdogan für den Vorfall.
Zuvor hatte Erdogan die USA der finanziellen Unterstützung der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, auch Daesh) und der Nichterfüllung der Versprechen gegenüber Ankara beschuldigt.
Quelle: Sputnik