Dokumention des investigativen Journalisten Billy Six, der über den Absturz der MH17 im Juli 2014 auf eigene Faust recherchierte. Dabei kam er zu eindeutig anderen Ergebnissen als die westlichen Leitmedien, die nach wie vor die Schuld bei Russland sehen.
Vor genau einem Jahr schien die Welt einen Moment lang stehengeblieben, Donald Trump war zum US-Präsidenten gewählt worden. Seine Zielsetzung, das angespannte Verhältnis zwischen Washington und Moskau zu entkrampfen, wird ihm von den herrschenden US-Eliten und vielen westlichen Medien bis heute nicht verziehen. Im Wahlkampf hatte der Republikaner unter anderem die ukrainisch-niederländische Ermittlung zum Abschuss der malaysischen Boeing MH17 über dem ost-ukrainischen Kriegsgebiet (17. Juli 2014, 298 Tote) in Zweifel gezogen.
26 Sachexperten aus 7 Ländern – Journalisten, Ex-Militärs, Juristen, Politwissenschaftler und Techniker – nahmen die Wahl der neuen Administration zum Anlass, Trump zu politischem Druck für eine neue, unabhängige Untersuchung zu ermutigen.
Doch wie Billy Six, Mitverfasser und Sprecher der Gruppe, jetzt mitteilt, gibt es noch nicht einmal eine Empfangsbestätigung aus dem Weißen Haus. Der 30-jährige freie Journalist aus Berlin zeigt hier Videogespräche mit einigen der Unterzeichnern – und teilt mit, dass er sich nunmehr auf einer schwarzen Liste der US-Amerikaner befinde, und das Land (trotz früherer, problemloser Einreisen) nun nicht mehr betreten dürfe.
Trumps Schweigen lässt die Gegenseite derweil zur Offensive übergehen: Vor 2 Wochen kritisierte der niederländische Premier Rutte die Initiative in einer Parlamentsdebatte indirekt. Zuvor hatte Außenminister Koenders den Brief als „direkten Angriff auf die unabhängigen Institutionen“ gegeißelt und betont, „dass die US-Regierung uns sehr unterstützt“.