Die saudischen Prinzen und Minister, die im Rahmen der Anti-Korruptions-Kampagne festgenommen worden waren, werden bei den Vernehmungen gefoltert, berichtet die britische Zeitung „The Daily Mail“ unter Berufung auf eigene Quellen.
Laut einer Quelle der Zeitung wird an den Foltern das größte amerikanische private Sicherheits- und Militärunternehmen Academi, Nachfolger des Unternehmens Blackwater USA, beteiligt. Die festgenommenen Prinzen und Minister würden geschlagen, gefoltert, geohrgefeigt und beleidigt.
Ein Vertreter von Academi hat aber solche Vorwürfe in einem Gespräch mit der Zeitung zurückgewiesen.
„The Daily Mail“ schrieb auch, an den Vernehmungen könne der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman al-Saud persönlich teilnehmen. Er wolle ein angebliches Netzwerk von ausländischen Beamten aufdecken, die sich von den saudischen Prinzen bestechen lassen könnten.
Laut der Quelle der Zeitung wurden auch mehr als 194 Milliarden Dollar von den Bankkonten der Festgenommenen beschlagnahmt.
Am 5. November hatte die vom saudischen König Salman ibn Abd al-Aziz Al Saud eingerichtete Anti-Korruptions-Kommission die Festnahme von zahlreichen Prinzen und Ministern angeordnet. Sie werden der Geldwäsche, des Amtsmissbrauchs, der Bestechlichkeit, der Unterschlagung von Staatseigentum sowie der Erpressung von Beamten beschuldigt. Die Kommission wird vom 32-jährigen Kronprinzen Mohammed bin Salman geleitet. Laut der US-Zeitung „The Wall Street Journal“ will die saudische Regierung im Rahmen der Kampagne Aktiva und Bargeld im Gesamtwert von bis zu 800 Milliarden Dollar (688 Milliarden Euro) beschlagnahmen.
Quelle: Sputnik