IOC sperrt russische Skilangläufer lebenslang wegen Doping – FIS findet keine Beweise

Sechs russische Skilangläufer, die zuvor vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) wegen Dopings lebenslang gesperrt worden waren, dürfen beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kuusamo starten. Das teilte der Internationale Ski-Verband FIS mit.

Laut der FIS sind die Begründungen für die Dopingsperren, die das IOC geliefert hatte, nicht ausreichend. Zu dieser Schlussfolgerung sei der Weltverband nach zusätzlichen Untersuchungen gekommen, die seit Dezember 2016 durchgeführt wurden.

„Das FIS-Dopingkomitee muss warten, bis die IOC-Disziplinarkommission eine begründete Entscheidung vorliegt, bevor es in diesen Fällen weitere Schritte unternehmen kann“, heißt es in einer FIS-Pressemitteilung. Damit seien die Skilangläufer bis auf weiteres berechtigt, beim Skilanglauf-Weltcup zu starten.

Die Präsidentin des russischen Skiverbands, Jelena Wjalbe, bezeichnete die Entscheidung der FIS als „vernünftig“. „Es ist eine gute Nachricht, aber es ist doch weder Sieg noch Niederlage. Die Entscheidung der FIS ist vernünftig. Der Ski-Verband hat beschlossen, nicht auf der Welle mitzureiten. Sie warten ebenso wie wir auf eine Begründung“, sagte Wjalbe gegenüber der Agentur R-Sport.

Zuvor waren sechs russische Skilangläufer – Alexander Legkow, der Olympiasieger von Sotschi, Jewgeni Below, Maxim Wylegschanin, Alexej Petuchow, Julia Iwanowa und Jewgenija Schapowalowa – vom IOC wegen Dopings bei den Winterspielen 2014 in Sotschi lebenslang gesperrt worden.

Quelle: Sputnik