Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat die Entscheidung des US-Kongresses, die Akkreditierung für Journalisten des TV-Senders Russia Today zu entziehen, kommentiert. Vom russischen Parlament wird laut Peskow eine „ziemlich emotionale“ Reaktion folgen.
«Die Entscheidung der US-Senatoren und –Kongressabgeordneten, die Akkreditierung dem Sender RT zu entziehen, würde ich als äußerst enttäuschend und inkorrekt bezeichnen“, so Peskow.
Diese Entscheidung verstoße gegen die Prinzipien der Presse- und Meinungsfreiheit. Das sei nichts anderes, als eine Einschränkung der Arbeit der Medien.
„Das ist ein sehr unfreundlicher Schritt. Wir sind zutiefst enttäuscht», so Peskow weiter. «Wir hoffen, dass diese unglückliche Periode in der amerikanischen Geschichte früher oder später mit der Wiederherstellung der demokratischen Freiheiten endet.»
Der Kreml erwarte eine ziemlich emotionale Reaktion des russischen Parlaments, denn es sei schwierig und in dieser Situation unmöglich, solche feindliche und undemokratische Schritte ohne Antwort zu lassen.
„Man muss kein Hellseher sein, um eine ziemlich emotionale Reaktion seitens unserer Gesetzgeber bezüglich der amerikanischen Medien zu prognostizieren», sagte Peskow.
Zuvor war berichtet worden, dass der US-Kongress die Akkreditierung für RT gestrichen hatte. Die Maßnahme sei infolge der Einstufung des Senders RT als Auslandsagent getroffen worden. Gegenüber Sputniknews teilte das Mitglied der Kommission des russischen Oberhauses für Informationspolitik Igor Morosow mit, dass der US-Kongress nun mit baldigen Gegenmaßnahmen rechnen müsse.
Das US-Justizministerium hatte Anfang September vom Betreiberunternehmen des Fernsehsenders RT America gefordert, sich als Auslandsagent eintragen zu lassen. Im November wurde eine ähnliche Forderung an den Fernsehsender selbst gerichtet. Darüber hinaus wurde im November das Unternehmen „Reston Translator“, das in den USA Radioprogramme von Sputnik sendet, vom US-Justizministerium als „ausländischer Agent“ registriert.
Quelle: Sputnik