Huthi-Angriff in Jemen: Sputnik-Korrespondent und 40 andere Geiseln freigelassen

Die Huthi-Rebellen haben den Sputnik-Korrespondenten sowie 40 weitere von ihnen als Geiseln festgehaltene Journalisten des TV-Senders „Yemen Today“ freigelassen.

„Am Abend des 13. Dezember wurden ich sowie  40 weitere  Mitarbeiter des TV-Senders Yemen Today  12 Tage nach dem Angriff auf das Gebäude (des Fernsehzentrums in Sanaa — Anm.d. Red.) vom 2. Dezember freigelassen“, sagte der Korrespondent.

Am Mittwoch hatte der Minister für Information, Moammar Al-Eryani, auf seinem Twitter-Account mitgeteilt, dass vier Journalisten des TV-Senders Yemen Today ums Leben gekommen seien.

Huthi-Rebellen hatten das Fernsehzentrum (wo sich auch das Büro von Yemen Today befindet) in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa am 2. Dezember angegriffen und 41 Journalisten, darunter auch einen Sputnik-Korrespondenten, in ihre Gewalt gebracht.

Am  4. Dezember behaupteten die Huthis, den ehemaligen Präsidenten des Jemen, Ali Abdullah Salih, getötet zu haben. Als Beweis veröffentlichten sie ein Video, das vermutlich den Leichnam des Ex-Staatschefs zeigt. Salihs Anhänger bestritten diese Informationen zunächst. Am Nachmittag bestätigte ein Vertreter des von Salih gegründeten „Allgemeinen Volkskongresses» im Gespräch mit dem TV-Sender al-Arabiya, dass der Expräsident tot sei.

Die Huthi-Rebellen hatten in den letzten Jahren gemeinsam mit Salihs Anhängern gegen Truppen der international anerkannten Regierung gekämpft. In den vergangenen Tagen hatte sich Salih jedoch offen zu Gesprächen mit der Regierung bereit erklärt. Damit kündigte er das Bündnis mit den vom Iran unterstützten Huthis auf. Die Rebellen gingen in die Offensive gegen den früheren Verbündeten und haben nach eigenen Angaben Geländegewinne erzielt.

Quelle: Sputnik