Tschernobyl 1986: Japan versuchte Gefahren über Atomexplosion zu unterdrücken

 

Im Jahre 1986 bemühte sich die japanische Regierung ihre Besorgnis nach dem Atomunfall von Tschernobyl Ende April 1986 mit großen Anstrengungen zurückzuziehen, während im Mai der G-7-Gipel in Tokio stattgefunden hat. Dies geht aus Dokumenten der japanischen Regierung hervor, die am 20. Dezember nicht mehr als geheim eingestuft werden.

Nach dem Tschernobyl-Unfall wollte Japan nicht daran gehindert sein, ein eigenes ehrgeiziges Atom-Programm zu entwickeln. Deswegen wurden in der Schlusserklärung Worte über die Besorgnis im Hinblick auf die Gefahren einer radioaktiven Verseuchung gestrichen und vielmehr die Bedeutung der Kernenergie in naher Zukunft hingewiesen. Bis vor kurzem wurde in Japan ein Drittel des Stroms durch Atomenergie erzeugt. Es sollte bis zur Fukushima-Katastrophe auf 50 Prozent erhöht werden. Danach wurden aber alle Kernkraftwerke gestoppt und erst nach Einführung neuer Sicherheitsstandars schließlich wieder in Betrieb genommen.

Quelle: TASS