US-Repräsentantenhaus verabschiedet Trumps Steuerreform

Die Steuerreform von US-Präsident Trump wurde im Repräsentantenhaus der USA angenommen. Vorgesehen sind drastische Steuersenkungen für Unternehmen und Privatleute. Nun muss der Senat noch zustimmen, dann kann diese in Kraft treten.

Das US-Repräsentantenhaus hat am Dienstag die von US-Präsident Donald Trump vorangetriebene Steuerreform verabschiedet.

227 Abgeordnete stimmten für die Vorlage, 203 dagegen. Am Abend (Ortszeit) wollte auch der Senat, wo Trumps Republikaner ebenfalls die Mehrheit haben, über die größte Steuerreform seit Jahrzehnten abstimmen. Die Reform sieht Steuersenkungen für Unternehmen und Entlastungen für Privatleute in allen Einkommensklassen vor.

Die Körperschaftsteuer soll von derzeit 35 Prozent auf 21 Prozent sinken – und damit unter den Schnitt der Industriestaaten von 22,5 Prozent.

Trump hatte ursprünglich sogar einen Satz von nur noch 15 Prozent angekündigt, was der Höhe der Steuer in Deutschland entspräche. Allerdings hielten seine republikanischen Partner im Kongress diese Marke nicht für realistisch.

Einkommenssteuersystem vereinfachen

Die „größten Gewinner“ würden die Beschäftigten der Mittelschicht sein, so Trump. Sie würden vor allem davon profitieren, dass infolge der Steuererleichterungen für Unternehmen „Jobs in unser Land zurückströmen“.

Das Einkommensteuersystem soll drastisch vereinfacht werden, indem die bisherigen sieben Steuersätze auf drei reduziert und zahlreiche Abschreibungsmöglichkeiten gestrichen werden. Die Steuersätze sollen bei zwölf, 25 und 35 Prozent liegen. Damit soll der Spitzensteuersatz von derzeit 39,6 Prozent deutlich sinken, während der bisherige Eingangssteuersatz von zehn Prozent steigt.

In dem Reformpapier heißt es jedoch, dass Geringverdiener dennoch unter dem Strich von dem neuen Einkommensteuersystem profitieren würden, da gleichzeitig die Grundfreibeträge und der Kinderfreibetrag steigen sollen. Die Grundfreibeträge sollen verdoppelt werden, für Alleinstehende auf 12.000 Dollar (rund 10.200 Euro) und für verheiratete Paare auf 24.000 Dollar.

Quelle: Epoch Times