Die Reallöhne von rund 17 Millionen tariflich Beschäftigten in Deutschland sind das sechste Jahr in Folge gestiegen.
2017 legten die monatlichen Tarifverdienste einschließlich Sonderzahlungen um durchschnittlich 2,3 Prozent zum Vorjahr zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag eine frühere Schätzung bestätigte. In den beiden Vorjahren fiel das Plus zwar mit 2,0 Prozent und 2,1 Prozent geringer aus. Allerdings bleibt diesmal wegen der höheren Inflationsrate real weniger übrig, da der kräftigere Anstieg der Verbraucherpreise stärker an der Kaufkraft nagt. Die Teuerungsrate liegt in diesem Jahr bei etwa 1,7 Prozent, 2016 dagegen nur bei 0,5 Prozent und 2015 bei 0,3 Prozent.
Im kommenden Jahr verhandeln die DGB-Gewerkschaften für rund 9,7 Millionen Beschäftigte einer Übersicht des WSI-Instituts zufolge über neue Tarifverträge. Die größten Branchen sind die Metaller mit rund 3,9 Millionen Beschäftigten, der öffentliche Dienst von Bund und Gemeinden (2,5 Millionen), das Bauhauptgewerbe (700.000) und die Chemische Industrie (530.000).
Quelle: Reuters