Wegen der instabilen Lage auf der Koreanischen Halbinsel erwägt Japan die Möglichkeit, Langstrecken-Marschflugkörper für Schläge gegen Bodenziele herzustellen. Dies berichtet die Zeitung „Sankei“ unter Berufung auf Regierungsquellen.
Im Haushalt des Landes sind Ausgaben für den Kauf von Marschflugkörpern von den USA und Norwegen vorgesehen. Die Regierung in Tokio sei aber zugleich der überzeugt, dass es notwendig sei, auch die Eigenproduktion anzukurbeln, so das Blatt. Nach Informationen der Quelle der Zeitung solle der Prototyp der ersten Rakete 2022 fertig sein.
Derzeit verfügt Japan über eigene Seezielflugkörper mit einer Reichweite von 170 Kilometern. Zwar könnten die japanischen Spezialisten auch eine Rakete größerer Reichweite entwickeln, Japan ist aber aufgrund des in der Verfassung des Landes verankerten Prinzips des Verzichts auf den Besitz von Angriffswaffen darin beschränkt.
Japan verfügt zudem aktuell über keine Waffen, mit denen Angriffe auf Bodenziele auf dem Territorium eines anderen Landes geführt werden könnten.
Zuvor hatte Japan das Haushaltsprojekt für 2018 gebilligt, das Militärausgaben in Rekordhöhe vorsieht.
Quelle: Sputnik