Iran meldet Demos zehntausender Regierungsanhänger

«Die Feinde des Irans haben den Unruhestiftern Geld und Waffen sowie politische Unterstützung zur Verfügung gestellt, um dem Iran zu schaden», so Ajatollah Ali Chamenei.

Im Iran sind nach Berichten des Staatsfernsehens am Mittwoch landesweit zehntausende Menschen zur Unterstützung der Regierung auf die Straße gegangen. „Führer, wir sind bereit“, skandierten die Menschenmengen, die auf den Fernsehbildern gezeigt wurden. Zu sehen waren große Gruppen an Menschen, die sich angeblich in den Städten Ahwas, Kermanschah, Gorgan und anderswo versammelten.

Auf Schildern der Demonstranten wurden „Unruhestifter“ verurteilt, die Protestteilnehmer riefen Slogans zur Unterstützung von Ayatollah Ali Chamenei, dem geistlichen Oberhaupt des Iran. Zu hören waren den Berichten zufolge außerdem Ausrufe wie „Tod Amerika“ und „Tod Israel“. Die Menschenmengen schwenkten iranische Flaggen und hielten Bilder Chameneis in die Höhe. „Wir geben das Blut in unseren Adern für unseren Führer“, war demnach ebenfalls zu hören.

Im Iran hatten in der vergangenen Woche landesweite Proteste begonnen, die sich zunächst gegen wirtschaftliche Missstände und schließlich gegen die iranische Führung richteten. 21 Menschen wurden bislang getötet, darunter 16 Demonstranten. Hunderte Menschen wurden festgenommen.

Chamenei spricht von ausländischer Verschwörung

Der oberste iranische Führer, Ajatollah Ali Chamenei, hat ausländische Kräfte beschuldigt, für die Eskalation der Proteste im Iran verantwortlich zu sein.

„Die Feinde des Irans haben den Unruhestiftern Geld und Waffen sowie politische Unterstützung zur Verfügung gestellt, um dem Iran zu schaden“.

Das sagte Chamenei in einer ersten Reaktion auf die Proteste, bei denen bisher mindestens 19 Menschen getötet wurden. Allein in der Hauptstadt Teheran wurden laut iranischer Nachrichtenagentur Ilna 450 Demonstranten festgenommen. Landesweit sollen es mehr als 1000 sein.

Ruhani spricht mit Macron: Iran ist frei und demokratisch

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat sein Land in einem Telefongespräch mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron als frei und demokratisch bezeichnet.

Allerdings werde seine Regierung Krawalle und gewaltsame Ausschreitungen nicht dulden und dagegen vorgehen, sagte Ruhani nach Angaben des Präsidialamtes in Teheran in dem Telefonat.

Im Iran finden seit Tagen Demonstrationen gegen die Führung des Landes und den islamischen Klerus statt. Mindestens 19 Menschen starben, Hunderte Demonstranten wurden festgenommen.

USA wollen UN-Sitzung zur Lage im Iran

Die USA wollen in einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats über die sich zuspitzende Lage im Iran diskutieren. „Die UN müssen ihre Meinung sagen“, erklärte die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley in New York.

Sowohl im Sicherheitsrat als auch im UN-Menschenrechtsrat in Genf müssten die Festnahmen und Toten im Zusammenhang mit den Protesten im Iran thematisiert werden. In den ersten sechs Tagen der Proteste gegen Führung und Klerus im Iran haben Sicherheitskräfte Hunderte Demonstranten festgenommen. Mindestens 19 Menschen starben.

Quelle: Epochtimes