Die Zahl der jungen Flüchtlinge, die in Deutschland als vermisst gemeldet sind, geht weiter zurück. Wie die «Neue Osnabrücker Zeitung» (Montag) unter Berufung auf Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) berichtet, gelten derzeit noch 5,288 Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern nach Deutschland gekommen sind, als vermisst. Anfang 2017 waren es noch 8,340.
Grund für den Rückgang ist dem Bericht zufolge, dass viele Kinder wieder aufgetaucht sind und Doppelregistrierungen aufgeklärt werden konnten. Die meisten Vermisstenfälle seien harmlos und hätten keinen kriminellen Hintergrund, erklärte das BKA dem Bericht zufolge. Viele junge Flüchtlinge reisten einfach weiter zu ihrer Familie oder zu Freunden, ohne sich in der Aufnahmeeinrichtung abzumelden. Betreuer und Jugendämter geben dann eine Vermisstenanzeige auf, die Namen bleiben in der Fahndungsdatenbank stehen.
Derzeit sind nach BKA-Angaben die meisten der verschwundenen Jugendlichen im Alter zwischen 14 bis 17 Jahren (4,320), nur 968 waren Kinder bis 13 Jahre. Der Rückgang bei den Flüchtlingen hat auch die Gesamtzahl der in Deutschland vermissten Menschen sinken lassen. Laut BKA sind derzeit 14,220 Personen in der Vermisstenstatistik registriert — vor einem Jahr waren es noch 17,190.
Quelle: RT