Künftige Regierung will Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien stoppen

Die Sondierer von CDU, CSU und SPD wollen die Rüstungsexporte an die Kriegsteilnehmer im Jemen stoppen.

“Die Bundesregierung wird ab sofort keine Ausfuhren an Länder genehmigen, solange diese am Jemen-Krieg beteiligt sind”, heißt es in dem Reuters am Freitag vorliegenden Papier der Unterhändler.

Betroffen wäre davon vor allem Saudi-Arabien, das eine Militär-Koalition im Kampf gegen die aufständischen Huthis im Jemen anführt. Deutschland hat in den letzten Jahren Rüstungsgüter in erheblichen Umfang nach Saudi-Arabien exportiert. Ziel des Rüstungsstopps wäre auch der Iran, der die Huthis unterstützt. Zuletzt hatte sich die Bundesregierung deswegen besorgt gezeigt.. Saudi-Arabien und der Iran ringen um die Vorherrschaft in der Region.

Laut Sondierungspapier sollen die Rüstungsexporte ganz allgemein durch eine verschärfte Rüstungssexportrichtlinie begrenzt werden. “Ergänzend zu den Kleinwaffen-Grundsätzen vom Mai 2015 streben wir weitere Restriktionen an”, heißt es. Auf dieser Basis werde eine gemeinsame europäische Rüstungsexportpolitik angestrebt.

Quelle: Reuters