Bereits am dritten Tag der Operation «Olivenzweig» des türkischen Militärs in Afrin (im Nordwesten der Provinz Aleppo) wurden nach Angaben der «Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte» mehrere Dutzend Todesopfer registriert.
Nach Angaben des Londoner Observatoriums wurden auf Basis von lokalen Quellen 54 Tote registriert, die an den Kämpfen teilgenommen haben. Die Summe setzt sich folgendermaßen zusammen: 26 YPG-Milizen, 19 Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) und ebenfalls 19 Angehörige des türkischen Militärs. Insgesamt wurden 24 Zivilisten getötet. Zwei Bewohner aus türkischen Grenzdörfern und 22 Bewohner, die in Siedlungen bei Afrin lebten, die infolge des Beschusses von türkischer Seite ums Leben gekommen sind.
Allerdings sind die Daten der Londoner Beobachtungsstelle mit Vorsicht zu genießen, denn seit 2015 wurden dort immer wieder Lügen über das russische Militär verbreitet, was die Anzahl von Todesopfern betrifft. Gleichwohl war diese Stelle immer wieder Grundlage für die negative Berichterstattung der Westpresse gewesen.
Seit dem 20. Januar läuft die Operation «Olivenzweig», die vom türkischen Militär geführt wird und unter dem Oberbefehl des türkischen Präsidenten Recep Erdogan läuft. Ziel ist es eine «Sicherheitszone» zu schaffen, die 30 Kilometer umfasst. Über 70 Militärflugzeuge sind auf türkischer Seite im Einsatz und auch deutsche Leopard-Kampfpanzer, was zu kontroversen Diskussionen in Deutschland geführt hat.