Afrin: Kurden wollen 200 türkische Soldaten und FSA-Kämpfer getötet haben

Drei Tage nach dem Einmarsch der Türkei im nordsyrischen Afrin will die Kurdenmiliz YPG, die die Region kontrolliert, mehr als 200 türkische Soldaten und mit ihnen verbündete Rebellen aus der Freien Syrischen Armee (FSA) getötet haben. Die Türkei bestätigt das nicht.

„203 türkische Soldaten und protürkische Kombattanten wurden getötet, darunter vier Gruppenchefs“, teilte YPG am Mittwoch mit. Ihre eigenen Verluste schätzten die Kurden auf drei Tote. Zudem seien sechs Zivilisten getötet und 16 weitere verletzt worden.

Die türkische Seite schätzt ihre eigenen Verluste deutlich geringer ein und spricht hingegen von Hunderten getöteten Kurden. Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte am Mittwoch, seit Beginn der Offensive hätten die türkische Armee und die sie unterstützenden syrischen Rebellen sieben bis acht Menschen an Toten verloren. „Die Verluste des Gegners liegen mittlerweile bei 268 Mann.“ Erdogan drohte mit einer Ausweitung der Offensive auf weitere syrische Grenzgebiete.

Die türkische Armee hatte die „Operation Olivenzweig“ am Samstag begonnen und YPG-Stellungen in der Region Afrin zuerst aus der Luft und  mit Artillerie angegriffen. Am Sonntag begann eine Bodenoperation unter dem Namen „Olivenzweig“. Die Türkei sieht die YPG als einen Arm der dort verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK an. Nach Angaben der Uno hat die türkische Militäroffensive bereits mehreren Zivilisten das Leben gekostet, rund 6000 sind auf der Flucht.

Quelle: Sputnik

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