Der amerikanische Präsident Donald Trump hat bei seiner Rede vor dem US-Kongress wiederholt behauptet, dass er neben dem iranischen Volk steht.
Der US-Präsident erhob Vorwürfe gegen die Islamische Republik Iran und behauptete: Die USA stehen neben dem iranischen Volk und seinen mutigen Freiheitskämpfen. Trump forderte zudem den US-Kongress auf, die grundlegenden Nachteile des sogenannten «schrecklichen und schlechten Atomabkommens mit Iran» zu überprüfen.
Während der jüngsten Ausschreitungen in Iran verkündete Trump in seinen Tweets seine Unterstützung für die iranische Nation. Eine Woche nach seinem Amtsantritt unterzeichnete aber der selbe Mann ein Dekret, das Menschen aus Iran mit jeder Religion und politischer Neigung die Einreise in die USA verbietet. In der chaotischen Zeit nach der Umsetzung dieses Dekrets wurden hunderte Iraner auf den US-Flughäfen verhaftet. Sie alle waren zum Besuch ihrer Verwandten in die USA aufgebrochen. Die Medien veröffentlichten damals das Bild von einem 5-jährigen Kind, das die Grenzwächter festgenommen hatten. Sogar ein iranisches Kleinkind, das für eine lebenswichtige Herz-Operation in die USA gekommen war, durfte nichts in das Krankenhaus gebracht werden.
Später titulierte Donald Trump vor seiner Rede vor der UN-Vollversammlung die iranische Nation als ein terroristisches Volk. Neben wiederholter Beleidigungen des politischen Systems in Iran bezeichnete er auch den Persischen Golf als Arabischen Golf. Es war das erste Mal, dass der US-Präsident diesen unkorrekten Namen für einen Golf benutzt, der seit 3.000 Jahren der persische Golf heißt. Auch drohte Trump mehrmals mit dem Ausstieg aus dem Atomabkommen mit Iran sowie der erneuten Umsetzung der ausgesetzten Sanktionen. Während der Atom-Sanktionen gegen Iran hatten die Iraner keinen Zugang zu den Einkommen aus dem Verkauf des Reichtums ihres Landes, nämlich Öl. Ebenso war die Einfuhr von Nahrungsmitteln und Medikamenten nach Iran war verboten.
Das iranische Volk ertrug jedoch die aufgrund der Sanktionen geschaffenen Schwierigkeiten, um ihr Nuklearrecht zu erreichen. Die Drohung mit der Rückkehr von Sanktionen, mit denen das Land vor der Unterzeichnung des Gemeinsamen Aktionsplans zwischen Iran und der G 5+1 betroffen war, wird jedoch jede einzelne iranische Frau, jeden Mann und jedes Kind betreffen. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hat mehrmals das Festhalten Irans am Atomabkommen bestätigt.
Angesichts einer solchen Vergangenheit der Trump-Regierung wie auch die der früheren Administrationen der Vereinigten Staaten wäre es unwahrscheinlich, dass die Behauptung, «neben der iranischen Nation zu stehen», angenommen wird.
Die Präsidentin des National Iranian American Council, Trita Parsi, sagte: Herr Trump, Sie sind nicht neben dem iranischen Volk, wenn sie Iranern verbieten, mit ihren amerikanischen Verwandten in diesem Land zusammen zu treffen.