US-Sanktionen schließen wahrscheinlich aus, dass sie Uniformen bekommen, schreibt Jason Ditz auf Antikrieg.
Wenn die USA und die UNO versuchen, wie bisher alle paar Wochen neue Sanktionen gegen die Demokratische Volksrepublik Korea zu verhängen, stellt sich unweigerlich die Frage: Was bleibt noch zu sanktionieren? Die Olympischen Winterspiele unterstreichen, wie weit dies bereits fortgeschritten ist.
Allein die Teilnahme am Hockey-Event ist eine Herausforderung. Nordkorea ist es durch UNO-Sanktionen verboten, Hockeyschläger zu kaufen, weil es sich um «Freizeitsportgeräte» handelt. Anlässlich früherer Veranstaltungen mussten nordkoreanische Teilnehmer alle Stöcke ausleihen und vor der Abreise zurückgeben.
Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Nordkoreaner müssen auch einen Dritten finden, der ihnen Uniformen liefert, weil der Uniformsponsor Nike befürchtet, dass Geschäfte mit ihnen gegen US-Sanktionen verstoßen.
Die ganze Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen hindurch ist dies ein immer wiederkehrendes Problem. Die Sänger und Tänzer, die zugesagt worden sind, kommen mit dem Schiff, aber das Schiff hat vielleicht nicht genug Treibstoff. Der Kauf von Treibstoff wäre ein Verstoß gegen die Sanktionen, so dass das Schiff unterwegs möglicherweise hängen bleibt.
Samsung gibt allen Olympiateilnehmern Galaxy Note 8 Telefone, aber einige behaupten, dass diese aufgrund ihrer Rechenleistung und GPS-Fähigkeiten als «Dual Use» gelten. Der Vorschlag ist, dass Nordkorea gezwungen sein könnte, die Telefone am Ende der Veranstaltung zurückzugeben.
Olympische Spiele sollen eine Zeit sein, um die internationale Zusammenarbeit zu betonen, und während Nordkoreas Engagement als Beispiel für Sportdiplomatie begann, stellt sich immer mehr heraus, wie obszön die Sanktionen gegen Nordkorea sind und welchen Grad der Schäbigkeit sie bereits erreicht haben.