IWF-Chefin: Internationale Kontrolle über Cyber-Währungen unumgänglich

Alle digitalen Währungen sollen in Zukunft zwingend von den internationalen Regierungen reguliert werden. Das sagte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) Christine Lagarde in einem Interview mit CNN Money.

„Das ist eindeutig ein Bereich, wo eine internationale Regulierung und eine gute Kontrolle notwendig ist“, sagte Lagarde am Sonntag in Dubai.

Es gebe beim Handel mit Cyberwährungen viele „dunkle“ Aktivitäten. Daher wolle der IWF verhindern, dass digitale Währungen für Geldwäsche und Terrorfinanzierung genutzt werden. Dabei sollen die Regulierungsorgane sich auf einzelne Geschäfte mit der Cyberwährung und den Personen, die sie durchführen, fokussieren.

Am 7. Februar präsentierte das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ ein Rating der Millionäre, die ihr Vermögen mit Hilfe von Cyberwährungen geschaffen haben. Auf Platz Eins der 19 Top-Geschäftsleute steht der Mitbegründer des Geldsystems Ripple, Chris Larsen. Sein Vermögen wird auf rund acht Milliarden US-Dollar geschätzt.

Russlands Finanzministerium hat im Januar einen Gesetzentwurf zur Regelung des Cyberwährungs-Marktes eingebracht. Dazu gibt es allerdings einige Differenzen mit der Zentralbank, was den Umtausch von Cyber-Währungen in Rubel und andere Währungen anbetrifft. Das Dokument soll noch in diesem Februar von der Staatsduma behandelt werden.

Quelle: Sputnik