Auslandseinsätze: Alles wie immer – nur schlimmer — Contra Magazin

Geht es nach Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, sollen die Auslandseinsätze der Bundeswehr verstärkt werden. Das sind keine guten Aussichten.

Von Marco Maier

Geht es nach Ursula von der Leyen, die auch künftig den Posten der Bundesverteidigungsministerin bekleiden soll, bleibt Deutschland auf dem bisherigen Kurs, wonach man den Anordnungen aus Washington treu Folge leistet. Nicht umsonst ist die Transatlantikerin und Bilderberger-Konferenz-Teilnehmerin darauf bedacht, die Auslandseinsätze der Bundeswehr möglichst zu stärken.

Das heißt: Nicht nur, dass die bestehenden Einsätze in Afghanistan und im Irak verlängert werden sollen, auch sind Truppenaufstockungen im Gespräch. Man hat zwar absolut keinen Plan für politische Lösungen in diesen Ländern, aber ein paar Soldaten mehr können in dieser verqueren Logik ja nicht schaden. Immerhin sollen die Deutschen ja (wie auch die anderen Europäer) gefälligst mehr Soldaten für das US-Imperium opfern. Dass die NATO auch nur ein geopolitisches Machtinstrument der US-Eliten ist und die «Bündnispartner» eigentlich nur die US-Interessen und in den seltensten Fällen auch die eigenen vollziehen, spielt hierbei keine Rolle.

In Berlin hat man zwar keinen wirklichen politischen Plan für die destabilisierten Länder, hält sich aber an Washingon und schickt nun eben mehr Soldaten. Und wenn es nach der Verteidigungsministerin geht, sollen deutsche Soldaten wohl auch möglichst noch Seite an Seite mit den Amerikanern in weitere Krisen-, Kriegs- und Konfliktgebiete geschickt werden. Vor allem in Osteuropa, in Zentralasien und im Nahen Osten. Denn hier geht es auch um das «Herzland»:

Von der Leyen und ihre Transatlantiker-Kollegen in der deutschen Bundespolitik verraten mit ihren ganzen Feldzügen die Interessen der Bevölkerung, um den Interessen der westlichen Finanzoligarchie zu dienen. Vielleicht müssen erst wieder tausende deutsche Soldaten in Särgen nach Hause kommen, damit in der Bevölkerung ein Umdenken stattfindet.

Quelle: Contra Magazin