Das Oberhaupt der Islamischen Republik Iran hat auf die Äußerungen von westlichen Regierungsvertretern über die Rolle Irans in der Region reagiert und «die Unheil stiftende Präsenz» der USA in der Region kritisiert.
Ajatollah Seyyed Ali Khamenei hat am heutigen Donnerstag in einer Rede anlässlich des Geburtstages der Tochter des Propheten des Islam, Hazrate Fateme (Friede sei mit ihr), über die Rolle und die Präsenz Irans in der Region gesagt: «Müssen wir für unsere Präsenz in der Region die USA um Erlaubnis bitten? Soll die Islamische Republik Iran für die Präsenz in dieser Region mit den Staaten der Region selbst sprechen oder mit den Amerikanern?»
Er richtete seine Worte auf die US-Regierungsvertreter und fügte hinzu: «Wenn es um eine Präsenz in den USA gehen würde, dann würden wir mit euch darüber sprechen!» Er wies zudem auf die Position der Europäer hin. Sie würden dazu neigen, mit Iran über seine Präsenz in der Region zu verhandeln, aber dies betreffe nicht die Beziehungen zwischen Iran und Europa, unterstrich Ajatollah Khamenei und sagte:
«Die Islamische Republik Iran verhandelt darüber mit den Ländern der Region selbst, wir einigen uns und werden unsere Vereinbarungen fortsetzen.»
Dies betreffe keinen anderen Staat außer den Staaten der Region selber, betonte er erneut. Irans Revolutionsführer sprach in seiner Rede von den bereits 40-jährigen Feindseligkeiten und Intrigen seitens der Feinde des iranischen Volkes und hob zugleich den Fortschritt Irans trotz aller feindlichen Aktionen hervor.
«Die Feinde Irans hatten für die letzten drei Monate vieles geplant, um die Islamische Republik zu vernichten», sagte er und betonte, dass durch die Wachsamkeit des iranischen Volkes und durch göttliche Gnade die Intrigen der Feinde Irans vereitelt worden seien.
Er ging in seiner Rede weiter auf die Propaganda westlicher Staaten gegen Iran ein. Ein Thema sei die «sexuelle Gerechtigkeit», die von westlichen Medien gegen Iran propagiert werde. Die westliche Propaganda über dieses Thema sei Ajatollah Khamenei zufolge «rein äußerlich und leer». In diesem Zusammenhang wies er auf Äußerungen mehrerer westlicher Amtsträgerinnen in den vergangenen Monaten, die dem sexuellen Missbrauch an den Arbeitsorten ausgesetzt worden seien.
«Die islamischen Bedeckungsregeln haben den Weg zu dieser Perversion geschlossen», daher sei die Hidschab ein Mittel zur Sicherheit der Frauen, so Ajatollah Khamenei weiter. «Die iranischen Frauen gehören nach der Revolution zu den besten kulturellen und wissenschaftlichen Persönlichkeiten in der Gesellschaft und dies ist ein Erfolg der Islamischen Revolution, denn vor der Revolution war die Zahl der Frauen in den wissenschaftlichen und kulturellen Bereichen sehr gering», sagte Irans Revolutionsoberhaupt.