Großbritannien will den Anschlag auf den ehemaligen GRU-Agenten und Spion Sergej Skripal auf Nato-Ebene erörtern.
„Wir sollten nicht vorschnell handeln, aber wir müssen eine entschiedene Antwort haben, und das werden wir mit unseren Nato-Partnern besprechen“, zitiert die britische Zeitung „The Independent“ den stellvertretenden Verteidigungsminister des Landes, Tobias Ellwood.
Nach Zeitungsangaben wird Ellwoods Initiative auch vom Sicherheitsminister Ben Wallace unterstützt, der von gewissen „mächtigen Verbündeten“ Großbritanniens und Londons Bereitschaft gesprochen habe, mit „aller Härte“ zu reagieren.
Am 5. März war bekannt geworden, dass Skripal und seine Tochter in einem Supermarkt in der britischen Stadt Salisbury bewusstlos aufgefunden und mit Anzeichen einer Vergiftung in ein Krankenhaus gebracht wurden. Zwei Tage später teilte der Chef der britischen Anti-Terror-Einheit mit, dass die beiden höchstwahrscheinlich Opfer eines gezielten Angriffs mit einem Nervengift geworden seien.
Sergej Skripal ist ein ehemaliger Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU und Überläufer. 2006 wurde er wegen Spionage für den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 zu 13 Jahren Haft verurteilt. Er kam jedoch im Juni 2010 im Zuge eines Austausches inhaftierter Spione zwischen Russland und den USA auf freien Fuß. Kurz darauf wurde Skripal in Großbritannien Asyl gewährt.
Quelle: Sputnik