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Es sind die beiden Oppositionellen, die zumindest im Westen die meiste Aufmerksamkeit genießen — die russische Präsidentschaftskandidatin Xenija Sobtschak und der politische Aktivist Alexej Nawalny. Beide führten am Sonntag in Moskau eine hitzige Debatte über die russischen Präsidentschaftswahlen, bei der Nawalny Sobtschak heftig anging.
Er behauptete, dass Sobtschak vor ihrer Kandidatur bei ihm zu Hause gewesen wäre und ihm gesagt habe, dass ihr viel Geld für eine Präsidentschaftskandidatur geboten worden wäre. Sobtschak fährt ihm sofort dazwischen: «Jetzt lügst Du! Ich habe nichts dergleichen gesagt, und das weißt Du.» Dann fährt er fort und behauptet, dass sie Teil eines großen Plans gewesen sei, hinter dem Putin stecke.
Das Konzept sei es, «den beliebten Oppositionellen gegen die unbeliebtesten Leute des Landes auszutauschen», nämlich Sobtschak und Grigori Jawlinski. Sobtschak riet ihm, weniger aggressiv zu sein, wenn er als Oppositioneller wirklich erfolgreich sein wolle: «Das Einzige, was Dich zurückhält, sind Deine Wut und Kleinlichkeit.» Sie verglich auch die Präsidentschaftskampagnen der Opposition und Putins und sagte, dass das Streiten zwischen den Kandidaten der gemeinsamen Sache nicht förderlich sei. «Putin hat, anders als wir, alle seine Leute versammelt, er tat es, um eine hohe Wahlbeteiligung zu erreichen.» Putin hat die Wahlen mit knapp 77 Prozent der abgegebenen Stimmen gewonnen. Sobtschak holte nur rund 1,7 Prozent der Wählerstimmen. Dennoch traf sich der wiedergewählte Präsident gestern mit allen seinen Gegenkandidaten in Moskau, auch mit Xenija Sobtschak. Während des Treffens äußerte er seine Hoffnung, dass in Zukunft alle Kandidaten ihre Anstrengungen bündeln und zum Wohle Russlands arbeiten könnten.