Der Beauftragte für Medienfreiheit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Harlem Desir, kritisierte die Maßnahmen der ukrainischen Behörden, welche die russische Journalistin abgeschoben hatten.
«Wie in früheren Fällen erinnere ich daran, dass die Behörden Journalisten aus anderen OSZE-Staaten nicht ausweisen dürfen», schrieb Desir auf seiner Twitter-Seite und fügte seinem Link einen Link hinzu, zum Kommunique vom 3. April 2014 über die Verweigerung der Einreise von Journalisten von einem OSZE-Teilnehmerland zu einem anderen.
Am Samstag hatte die Ukraine die Journalistin des Fernsehkanals von Russland 24, Natalia Goncharova abgeschoben und ihr die Einreise für drei Jahren verboten. Die SBU argumentierte dies mit der Tatsache, dass Gontscharowa «anti-ukrainische Video-Berichte im Interesse des Aggressor-Landes» gedreht habe. Das russische Außenministerium sagte, Kiew führe eine «totale Säuberung des Informationsraums des Landes» durch und forderte professionelle Freiheit für die Medienarbeiter.
Die Ukraine hat unter verschiedenen Vorwänden wiederholt russische Journalisten ausgewiesen. So wurde der RIA-Nowosti-Journalist, Zakhar Vinogradov, Anfang November nicht ins Land gelassen, er musste aus dem Zug Moskau-Odessa aussteigen und wurde fünf Jahre lang gesperrt. Ende August schob Kiew die Korrespondentin des Pervy Kanals («Erster Kanal») ,Anna Kurbatova wegen ihres Berichts über den Donbass, ab. Das russische Außenministerium hat die OSZE-Länder und den Europarat sowie internationale Organisationen wiederholt dazu aufgefordert, die Politik Kiews gegen die Medien zu verurteilen.
DONi Nachrichtenagentur / Übersetzung: Save Donbass People