Wollte Skripal nach Russland zurückkehren? – Peskow zu angeblichem Brief an Putin

Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hat sich zu den Medienberichten über einen angeblichen Brief von Sergej Skriapal an Wladimir Putin geäußert.

Der ehemalige Mitschüler von Skripal, Wladimir Timoschkow, hatte in einem Interview mit der britischen Rundfunkanstalt BBC von einem Telefongespräch mit Skripal erzählt. In dessen Rahmen soll Skripal mitgeteilt haben, dass er einen Brief an den russischen Präsidenten geschrieben und darin um Verzeihung sowie die Möglichkeit nach Russland zurückzukehren gebeten habe.

„Nein. Das stimmt nicht“, kommentierte Peskow diese Nachricht gegenüber Sputnik.

Am 4. März waren der 66-jährige ehemalige russische GRU-Agent und Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury bewusstlos aufgefunden und mit Anzeichen einer Vergiftung in ein Krankenhaus gebracht worden, wo beide ins Koma fielen. Medienberichten zufolge sollen durch den Vorfall 21 Personen in Mitleidenschaft gezogen worden sein, darunter auch ein Polizist.

Die genauen Umstände sind noch unklar. Doch Premierministerin Theresa May erklärte, dass hinter dem mutmaßlichen Giftanschlag „höchstwahrscheinlich“ Russland stecke. London beschloss daraufhin die Ausweisung von 23 russischen Diplomaten. Russland weist den Vorwurf zurück und beschloss anschließend entschieden die Ausweisung ebensovieler Diplomaten.

Moskau erklärte sich bereit, an den Ermittlungen zur Causa Skripal teilzunehmen. London verweigert Russland allerdings ohne Angabe von Gründen den Zugang zu Ermittlungsmaterialien und verstößt damit nach russischen Angaben gegen die Chemiewaffenkonvention.