Ankara lehnt den Vorschlag des französischen Präsidenten, Emmanuel Macron, einen Dialog mit den „Demokratischen Kräften Syriens“ (SDF) unter Vermittlung von Frankreich aufzunehmen ab. Dies hat der Pressesprecher des türkischen Präsidenten, Ibrahim Kalin, am Freitag mitgeteilt.
Am Vortag hatte sich Macron mit einer Delegation der „Demokratischen Kräfte Syriens» getroffen und die Absicht bekanntgegeben, zur Unterstützung der kurdischen Kräfte Truppen in die syrische Stadt Manbidsch zu schicken. In einem Kommunique des Élysée-Palastes hieß es, Macron habe seine Hoffnung auf einen möglichen Dialog zwischen der Türkei und den SDF-Kräften geäußert — unter Mitwirkung von Frankreich und der Weltgemeinschaft.
Laut Kalin versuchen die (in der Türkei als terroristisch eingestuften und verbotenen — Anm. d. Red.) „Arbeiterpartei Kurdistans» (PKK) und die syrisch-kurdischen Selbstverteidigungskräfte YPG sich unter dem Schild der SDF einen Schein der Legitimität zu verleihen.
„Wir weisen alle Initiativen zur Aufnahme eines Dialogs sowie von Kontakten und der Vermittlung’ zwischen der Türkei und den Terrorstrukturen solcher Art als realitätsfern zurück», schrieb er via Twitter. „Die Länder, die wir für unsere Partner und Verbündete halten, sollten auch eine deutliche und harte Stellung in Bezug auf beliebige Erscheinungen des Terrorismus beziehen, anstatt Schritte zu unternehmen, die auf die Legalisierung von terroristischen Strukturen abzielen», so Kalin.
Unterschiedliche Decknamen könnten das „wahre Gesicht dieser terroristischen Formationen» nicht verbergen, betonte Kalin.
Quelle: Sputnik