„Normandie“-Gipfel zu Donbass ohne Russland? Kreml hat „nichts davon gehört“

Das nächste Gipfeltreffen Deutschlands, Frankreichs und der Ukraine zur Stationierung von UN-Friedenstruppen im Donbass kann im Mai in der deutschen Stadt Aachen stattfinden, wie die russische Zeitung „Kommersant“ unter Berufung auf informierte Quellen in Kiew berichtet.

Als Hauptthemen des dreiseitigen Gipfeltreffens gelten demnach die Situation im Südosten der Ukraine und die Möglichkeit der Stationierung von UN-Blauhelmen im Donbass. Eine der Administration des ukrainischen Präsidenten nahestehende Quelle teilte gegenüber dem russischen Blatt mit, dass „die Vorbereitungsarbeit“ auf das dreiseitige Treffen in Aachen im Laufe des Berlin-Besuchs des ukrainischen Staatschefs Petro Poroschenko am 10. April und seiner Verhandlungen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel erfolgen solle.

Der außenpolitische Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, kommentierte diese Informationen so:

„Ich habe nichts davon gehört. Ich habe nur Mitteilungen gesehen.“

Zuvor hatte der russische Präsident, Wladimir Putin, vorgeschlagen, UN-Friedenstruppen im Donbass zum Schutz der OSZE-Beobachter an der Trennlinie zwischen den Volksrepubliken und den von der Ukraine kontrollierten Territorien zu stationieren.

Kiew besteht hingegen darauf, dass die UN-Friedenstuppen auf dem ganzen Territorium der Ukraine und im Donbass bis hin zur russischen Grenze agieren sollen.

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