Die russischen Korvetten des Projekts 20386 sollen mit Drohnen für die Aufklärung und die elektronische Kampfführung, aber auch für Angriffsoperationen und Minenräumung ausgestattet werden. Dies teilte Alexander Schljachtenko, Generaldirektor des russischen Marine-Konstruktionsbüros „Almaz“, am Freitag der Zeitung „Iswestija“ mit.
Die Korvetten würden erstmals in Grundausstattung mit unbemannten Apparaten bestückt, sagte Schljachtenko. „Das geschieht, um die Mannschaften vom unmittelbaren Kontakt mit dem Gegner und seinen Waffen fernzuhalten.“
Es sei geplant, Unter- und Überwasserapparate sowie Flugapparate verschiedenster Zweckbestimmung einzusetzen.
Außer der Seedrohnen sei der Einsatz von unbemannten Flugapparaten vorgesehen, um die Möglichkeiten des Schiffs zur Überwachung der Überwassersituation und notfalls zur Zielerfassung zu erweitern.
Die Drohnen-Komplexe können unter anderem durch Module für die Minenabwehr in Containern ergänzt werden, zu denen Unterwasserapparate gehören.
Die Kiellegung der ersten Korvette des Projekts „Derski“ fand im Herbst 2016 in dem Schiffbaubetrieb Sewernaja Werf in Sankt Petersburg statt. Beim Bau dieses Schiffes kommen mehrere hochmoderne Ideen und Neuentwicklungen zur Anwendung, darunter auch die Tarnkappentechnik.
Die Korvetten des Projekts 20386 sind für den Schutz der Seekommunikationen in der 200-Meilen-Wirtschaftszone und für die Abwehr von gegnerischen Schiffen in beliebiger Entfernung von Stationierungsorten der russischen Flotte bestimmt.
Dies umfasst insbesondere die Bekämpfung von Piraterie und Terrorabwehr, den Schutz der Handelsschifffahrt, die U-Bootabwehr und Flugabwehr.