Ein Militäreingriff in Syrien unter gekünstelten und erlogenen Vorwänden ist völlig unzulässig und kann schwere Folgen haben. Das erklärte das russische Außenministerium am Sonntag auf seiner offiziellen Seite.
Die Behörde verwies auf die Falschmeldungen über den angeblichen Einsatz von Chlor oder anderen Giftstoffen durch die Regierungskräfte Syriens. Der letzte von solchen gefälschten Berichten zu einer vermeintlichen C-Waffen-Attacke in der syrischen Stadt Duma sei am Samstag unter Berufung auf die „berühmt-berüchtigte Nichtregierungsorganisation ‚Weißhelme‘, die immer wieder bei der Kooperation mit Terroristen erwischt wurde“, erschienen.
„Das Ziel dieser grundlosen lügnerischen Erfindungen ist, die Terroristen sowie die unversöhnliche radikale (…) Opposition reinzuwaschen. Gleichzeitig wird versucht, mögliche äußere Militärschläge zu rechtfertigen“, hieß es vom Außenamt.
In der letzten Zeit habe es mehrmals vor gefährlichen Provokationen solcher Art gewarnt.
„Eine militärische Einmischung unter gefälschten Vorwänden in Syrien, wo sich russische Militärs auf Bitte der legitimen Regierung befinden, ist völlig unzulässig und kann allerschwerste Folgen nach sich ziehen“.
Früher hatte der Chef des russischen Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien, Generalmajor Juri Jewtuschenko, Informationen dementiert, wonach die syrischen Regierungskräfte in der Stadt Duma Chemiewaffen einsetzten.
Einige westliche Länder versuchen laut Jewtuschenko, den Abzug der radikalen Gruppierung „Dschaisch al-Islam“* aus Duma zu stören und berufen sich zu diesem Zweck auf den angeblichen C-Waffen-Einsatz durch die syrischen Regierungskräfte.
* Eine in Russland verbotene Terrororganisation