Armenien: Geheimdienst will Großanschlag mit 150 Bomben vereitelt haben

Der armenische Geheimdienst SNB hat nach eigenen Angaben Terroranschläge unterbunden und Personen festgenommen, die Sprengstoffattacken in der Republik geplant haben sollen.

„Zwei Staatsbürger Armeniens, die eine kriminelle Gemeinschaft gebildet und sich an deren Spitze gestellt hatten, haben Sprengstoffanschläge geplant und zu diesem Zweck an mehreren öffentlichen Plätzen 100 bis 150 selbstgefertigte ferngesteuerte Sprengvorrichtungen gelegt“, heißt es in einer Mitteilung auf der Webseite des SNB.

Die Sprengsätze sollten auf dem Freiheitsplatz in Jerewan, in Einkaufs- und Unterhaltungszentren der Hauptstadt, in Verkehrsmitteln und unter Brücken sowie in der Nähe von Wohnhäusern explodieren. Ziel sei es gewesen, eine Atmosphäre der Angst zu schaffen und die Machtorgane des Landes unter Druck zu setzen.

„SNB-Mitarbeiter haben bei einzelnen Personen 19 Haus- und Autodurchsuchungen durchgeführt und Sprengladungen, elektrische Zünder, Zündschnüre und andere Teile von selbsthergestellten Sprengsätzen sichergestellt. Zwei Organisatoren der Gruppe sowie vier mutmaßliche Mittäter sind festgenommen worden“, heißt es.

In Jerewan dauern seit dem 13. April Proteste der Opposition gegen die Ernennung von Ex-Präsident Sersch Sargsjan zum Premier Armeniens an.  Die Polizei hat am Samstag mindestens 60 Aktionsteilnehmer festgenommen.