Außenminister Zarif sagte, dass die schwerwiegendste Option Irans im Falle des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen -JCPOA-, die Wiederaufnahme eines fortschrittlicheren friedlichen Nuklearprogramms sei.
Mohammad Javad Zarif hat am Sonntag in einem Interview mit der online-Zeitung al-Monitor in New York betont, dass die US-Regierung sich in keinster Weise an ihre Verpflichtungen aus dem Atomabkommen gehalten habe und fügte hinzu, dass Iran immer entsprechend seiner nationalen Interessen entscheide.
Die Trump-Regierung habe in den letzten 15 Monaten eine Politik verfolgt, mit der die wirtschaftlichen Vorteile für Iran durch das Abkommen -JCPOA- gebremst wurden, deshalb werde ein Ausstieg der USA keine wesentlichen wirtschaftlichen Folgen für Iran haben, so Zarif.
Bezüglich der Verstärkung des Drucks auf Iran durch Deutschland und Frankreich, um die Zustimmung der USA zum Verbleib im JCPOA zu erzielen, sagte Außenminister Zarif, dass dies eine falsche Politik sei und diese Länder, wenn sie an ihre und die europäischen Interessen denken, den US-Präsidenten überzeugen müßten, nicht nur im Atomvertrag zu bleiben, sondern auch, die amerikanischen Verprlichtungen aus dem JCPOA einzuhalten.
US-Präsident Donald Trump hatte behauptet, dass der Atomvertrag nur die iranischen Interessen bediene und forderte eine Änderung dieses internationalen Vertrages im Sinne der Interessen Washingtons.
Am 12. Januar 2018 hatte er ein weiteres Mal die Aussetzung der iranischen Nuklearsanktionen verlängert jedoch einige Bedingungen für den Verbleib der USA im Atomabkommen bekanntgegeben, wie die Änderung einiger Paragraphen des Abkommens, den Zugang zu iranischen Militärstandorten, sowie die Sanktionierung des iranischen Raketenprogramms. Trump sagte, dass wenn der US-Kongress und Europa diese Bedingungen nicht anerkennen, werde er am 12. Mai 2018 die Aussetzung der anti-iranischen Atomsanktionen nicht verlängern und die USA werden aus dem Atomabkommen aussteigen. (ParsToday/FarsNews)