Die Zeichen stehen auf Weltkrieg

Selbst in den heißesten Phasen des Kalten Krieges ging es nicht so aggressiv zu wie heute. Die West-Eliten bereiten den Krieg gegen Russland, China, Iran & Co vor.

Von Marco Maier/Contra Magazin

Die älteren Semester werden sich vielleicht noch an die U-2-Krise, den Bau der Berliner Mauer oder die kubanische Raketenkrise erinnern, welche damals Befürchtungen auf einen nuklearen Krieg zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt weckten. Doch selbst in dieser Zeit bewahrten die führenden Politiker einen kühlen Kopf und ließen es nicht so weit kommen. Man erwartete, dass dies nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem Zusammenbruch der kommunistischen Systeme im Osten so weitergehen würde.

Doch man dachte falsch. In den letzten paar Jahren haben wir eine dramatische Zuspitzung auf geopolitischer Ebene erlebt. Stand die (Dank westlicher Intervention ausgelöste) Ukraine-Krise für den ersten Höhepunkt von Feindseligkeiten und des Starts der Sanktionsspirale, so ging dies dann mit dem (ebenfalls vom Westen mit Hilfe der Golf-Araber ausgelösten) Syrien-Krieg weiter und danach mit dem «Russiagate»-Skandal (also der angeblichen russischen Einmischung in die US-Präsidentenwahl, inklusive WikiLeaks) und schließlich mit der Skripal-Affäre ebenso. Ein Ende diesbezüglich zeichnet sich nicht ab. Hinzu kommen die wachsenden Feindseligkeiten (vor allem aus den Vereinigten Staaten) gegenüber der Volksrepublik China, dem Iran, Nordkorea und Venezuela.

Deutschland soll hierbei in Europa die (militärische) Führung übernehmen, was die Politeliten (gerade bei der Union) herzlich gerne annehmen, und die «Speerspitze» gegen Russland übernehmen, damit sich die Amerikaner verstärkt auf den Pazifik und die Volksrepublik China konzentrieren können. Im Nahen und Mittleren Osten hingegen setzt man auf eine Allianz der Vereinigten Staaten mit den sunnitischen Extremisten (allen voran Saudi-Arabien), um auch die Südflanke Eurasiens effektiv besetzen zu können. Eine Aufgabenteilung des westlichen Imperiums, die ganz im Sinne der Eliten ist, da sie so die Kontrolle über das Dreieck Russland, China und Iran erhalten können.

Aber: Weshalb dieser Eifer, einen neuen Weltkrieg auszulösen? Manche Analysten sagen, das Ganze dient der Erzielung der Kontrolle über die gesamte Welt. Andere sagen, dass dies mit dem Ziel der Bevölkerungsreduktion von derzeit mehr als sieben Milliarden auf unter 500 Millionen Menschen weltweit dient. Doch dafür müssten auch Afrika und Lateinamerika in einen solchen Krieg mit hineingezogen werden. Doch davon ist man – geopolitisch – noch relativ weit entfernt, wenngleich die Ausspielung von «Links» und «Rechts» gerade in Mittel- und Südamerika recht gut funktioniert und man dort Bürgerkriege als Nebenschauplätze inszenieren kann. Doch die Unterstellung faktisch der ganzen Welt unter das Regime der westlichen Finanzoligarchie dürfte eines der Hauptziele sein. Egal wie viele Menschen dafür sterben müssen.

Wie man es auch dreht und wendet: Die Zeichen stehen wieder auf Weltkrieg, weil es die westlichen Eliten so wollen. Und so lange die Menschen in den angeblich «demokratischen» Staaten des Westens immer wieder jene Parteien und Politiker wählen, die vor einem globalen Waffengang nicht zurückschrecken, wird es auch in einigen Jahren so weit kommen. Ob wir wollen oder nicht. Doch angesichts all der Hasstiraden, Anfeindungen, bösartigen Unterstellungen und sonstiger Propaganda darf hinterher niemand behaupten, man habe das nicht gewollt, unterstützt oder kommen gesehen. Der sprichwörtliche Blinde mit dem Krückstock sieht auf den ersten Blick, woher der Wind derzeit weht.